Die Bioregion Halle-Leipzig - eine kleine Websammlung

Die BioRegion Halle-Leipzig konnte sich seit Beginn des BioRegio-Wettbewerbes 1996 zum attraktiven Standort für Biotechnologieunternehmen entwickeln. Grund dafür sind nicht zuletzt die verkehrstechnisch günstige Lage in Mitteldeutschland, die guten staatlichen und privaten Finanzierungsbedingungen, eine breitgefächerte Forschungslandschaft inmitten chemischer und pharmazeutischer Grossindustrie sowie zahlreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen im Bereich der Biotechnologie. Die positive Entwicklung der BioRegion spiegelt sich nicht zuletzt in fünf Firmengründungen im vergangenen Jahr wider.
Im Zentrum des regionalen Netzwerkes steht die BioRegion Halle-Leipzig Management GmbH, die sowohl Ansprechpartner und Koordinator als auch Initiator und Impulsgeber in allen Bereichen der wirtschaftlichen Umsetzung biotechnologischer Aktivitäten in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist.
Über die Konzeptentwicklung des BioRegio-Wettbewerbes hinausgehend, wurden in beiden Bundesländern biotechnologische Kompetenzzentren eingerichtet:

Kompetenzzentrum "Grüne Biotechnologie"

Das traditionelle Zentrum für Pflanzenzüchtung rund um Gatersleben/Ostharz mit zahlreichen universitären und ausseruniversitären Forschungsinstituten und mittelständischen Firmen wandelt sich zum High-Tech-Standort im Bereich Pflanzenbiotechnologie, speziell Phytofarming. Bereits heute stellt es einen vielbeachteten Standort für nationale und internationalen "grüne" Industrieansiedlungen dar.

Kompetenzzentrum "Rote Biotechnologie"

Das Forschungs- und Produktionszentrum im Bereich der humanmedizinischen Biotechnologie im Raum Westsachsen/Leipzig wird durch den Aufbau eines medizinisch/biotechnologischen Campus neu gestaltet. Grössere privatwirtschaftliche Gen-/Biotechnologie-Ansiedlungen werden dort als Gravitationszentrum zukünftige Firmenneugründungen wirken.

Kompetenzzentrum Wirkstofforschung

Neben dem Ausbau des Wissenschafts- und Innovationsparks Heide-Süd in Halle stellt die Eröffnung des Biozentrums zur Jahresmitte 1998 eine wichtige Erweiterung des Biostandortes dar. Unter einem Dach findet sich dann das Abbild der Bio-Forschungs- und Entwicklungslandschaft der Region mit Firmen, Labors der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie diverser universitärer und ausseruniversitärer Forschungseinrichtungen. Die Aktivitäten sind dabei ausserordentlich vielschichtig, eine Kernkompetenz hat sich jedoch im Bereich der Arzneimittelforschung und Wirkstoffentwicklung herausgebildet.

Kompetenzzentrum Umwelttechnologie

Inmitten des sächsischen Industriegebietes Chemnitz-Zwickau hat sich, erzwungen durch die Notwendigkeit nachhaltiger Sanierungsmassnahmen, im Umfeld technisch ausgerichteter Hochschulen ein weitreichendes Know-How im Bereich der Umwelttechnologie angesiedelt.

Kompetenzzentrum Neuronale Netze

Im Grossraum Dresden zielt der Biotechnologie-Schwerpunkt auf die Verknüpfung von Natur- und Ingenieurwissenschaften. Hierbei wird das Max-Planck-Instituts für Zellbiologie eine zentrale Rolle, speziell auf dem Gebiet der neuronalen Netze, einnehmen.
Unter konsequenter Ausnutzung regionaler Optionen steht die Akquisition von grösseren nationalen und internationalen Gen- und Biotechnologiefirmen in o.g. Kompetenzzentren an primärer Stelle zukünftiger Aktivitäten.